Ganzheitliche Begleitung beim Stillen mit zu wenig Milch.

Brusthaube für die Milchpumpe: So findest du die perfekte Größe

Beim Pumpen gibt es Probleme? Hast du Schmerzen & wunde Brustwarzen? Oder kommt fast keine Milch? Dann solltest du die Größe der Brusthaube überprüfen!

Das Abpumpen von Muttermilch kann eine Herausforderung sein, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn du dabei nur wenig Muttermilch, gewinnst oder aber es ist unangenehm und schmerzhaft ist, kann die Ursache eine falsche Größe der Brusthaube sein. Eine gut passende Brusthaube ist wichtig, um die Milch effektiv abzupumpen und dabei deine Brustwarzen zu schonen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die für dich passende Brusthaube auswählst, wie du sie korrekt einsetzt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest, damit dein Abpumpen so angenehm und effektiv wie möglich wird.

Warum ist die Wahl der richtigen Brusthaube so wichtig?

Die Wahl der richtigen Brusthaube ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Abpumpen. Eine falsch sitzende Haube kann nicht nur den Milchfluss beeinträchtigen, sondern auch zu schmerzhaften Reibungen und Verletzungen an den Brustwarzen führen. Viele Mütter bemerken erst nach längerem Pumpen, dass sie eine unpassende Brusthaube verwenden.

Leider ist es oft so, dass Frauen nach nur einem kurzen Blick auf ihre Brust eine falsche Haubengröße genannt bekommen – was dann dazu führt, dass das Abpumpen ineffektiv ist und die Frauen entmutigt sind, oder dass die Brust verletzt wird und Schmerzen beim Pumpen & Stillen auftreten.

Noch dazu kann es sein, dass sich die Größe deiner Brustwarze während der Stillzeit verändert – oder dass deine beiden Brustwarzen unterschiedlich groß sind und du daher zwei unterschiedliche große Brusthauben nutzen solltest.

Ein passender Sitz sorgt dafür, dass die Pumpe effektiv arbeiten kann und du den Milchspendereflex optimal anregen kannst. Auch wenn es anfangs nicht immer einfach ist, den richtigen Sitz zu finden, lohnt sich die Mühe: Du wirst langfristig viel angenehmer abpumpen und wirst feststellen, dass du mit der richtigen Haube vielleicht sogar eine größere Milchmenge abpumpen kannst.

Wie findest du die passende Größe für deine Brusthaube?

Die Größe der Brusthaube hängt maßgeblich von der Größe deiner Brustwarzen ab. Eine zu kleine Brusthaube führt zu Reibung an der Brustwarze und sorgt so für Schmerzen. Eine zu große Haube hingegen kann dazu führen, dass du nicht genug Druck auf die Brust ausübst, um die Milch effektiv abzupumpen.

Schritt 1: Messen der Brustwarze

Um die richtige Größe zu finden, solltest du zunächst die Größe deiner Brustwarzen messen. Du addierst 4mm zu dem Durchmesser deiner Brustwarze und so hast die die passende Größe deiner Brusthaube gefunden. Hierbei gilt: Befindest du dich zwischen zwei Haubengrößen, nutzt du die größere Brusthaubengröße. Beispiel: Haben deine Brustwarzen einen Durchmesser von 18mm, bräuchtest du eine Haube in Gr. 22. Die gängigen Hersteller bieten allerdings keine Hauben in Gr. 22 an, also nimmst du die nächstgrößere Gr., 24.

Schritt 2: Teste verschiedene Größen

Auch wenn du rechnerisch die richtige Größe ermittelt hast, kann es sein, dass du noch etwas anpassen musst. Das liegt auch daran, dass sich während des Pumpens deine Brustwarze vergrößern kann. Außerdem hängt die richtige Größe auch von der Hautelastizität und vom Brustgewebe ab. Reibt deine Brustwarze im Tunnel, ist die Haube wahrscheinlich zu klein. Wird dein Warzenhof in den Tunnel gesaugt, ist die Brusthaube zu groß. Auch eine Weißfärbung der Brustwarze und des Warzenhofs beim Abpumpen, sowie Rötungen oder nicht ausreichende Entleerung deuten auf eine falsche Haubengröße hin.

Übrigens: Wenn du eine Pumpe eines namhaften Herstellers verwendst, z.B. Medela, und die kleinste Haubengröße immer noch zu groß ist… dann kannst du dir bei Amazon eine noch kleinere Haube bestellen, die trotzdem mit der Pumpe kompatibel ist. Gerne schicke ich dir persönlich einen Link dazu!

Schritt 3: Überprüfe, ob deine Brust gut entleert wurde

Wusstest du, dass du super effektiv die Milch in deiner Brust auch von Hand gewinnen kannst? Und dass es deine Milchbildung deutlich verbessern kann, wenn du nach dem Abpumpen noch einmal die Brust mit der Hand komplett entleerst?

Außerdem kannst du damit auch überprüfen, ob die Pumpe deine Brust wirklich gut entleeren konnte. Wenn du feststellst, dass noch richtig viel Milch in der Brust verblieben ist, solltest du eine andere Haubengröße ausprobieren.*

Um die Milch zu gewinnen, legst du deine Hand flächig auf die Brust. Zeige- und Mittelfinger liegen einander gegenüber mit etwas Abstand zur Brustwarze und bilden mit dieser eine gerade Linie. Dann übst du mit Zeige- und Mittelfinger einen leichten Druck zum Brustkorb hin aus und schiebst anschließend die beiden Finger mit der darunter liegenden Haut in Richtung der Brustwarze. Achte darauf, dass es sich zu keinem Zeitpunkt unangenehm oder schmerzhaft anfühlt.

Du musst die Position der Finger um die Brustwarze herum verändern, um aus allen Teilen der Brust die Milch zu gewinnen. Den Vorgang wiederholst du an der anderen Brust.

Achte bitte, wie beim Abpumpen auch, auf gute Hygiene.

*allerdings gibt es auch manche Frauen, die mit der Pumpe auch einfach keinen guten Ertrag erzielen, selbst wenn die Haubengröße stimmt.

Die richtige Technik beim Abpumpen

Sobald du die passende Brusthaube gefunden hast, ist es wichtig, dass du beim Abpumpen die richtige Technik anwendest. Die Technik spielt eine große Rolle, damit der Milchspendereflex gut ausgelöst wird und du möglichst viel Milch abpumpen kannst. Lies dazu auch meine Artikel zum Thema „Richtig Pumpstillen“ und „Die Milchmenge mit der Pumpe steigern„.

Finde eine entspannte Position

Das Abpumpen sollte nicht zu einer weiteren stressigen Aufgabe werden. Ich weiß, einfacher gesagt, als getan. Aber wenn du dir bewusst bist, dass Abpumpen stressig sein kann und dass du es dir so schön wie möglich machen solltest, kann das schon helfen, die Sache zu entspannen. Suche dir also einen bequemen Platz. Achte darauf, dass dein Rücken gut gestützt ist, damit du während des Abpumpens nicht verspannt wirst. Es kann hilfreich sein, ein Hörbuch zu hören oder beruhigende Musik abzuspielen. Studien zeigen, dass entspannende Musik die Milchproduktion fördern kann und du damit sogar eine höhere Milchmenge abpumpen kannst.

Sanftes Anlegen der Brusthaube

Achte darauf, dass du die Brusthaube sanft auf deine Brustwarze aufsetzt und sie nicht zu stark drückst. Zu starkes Drücken kann zu Verstopfung der Milchgänge führen. Es kann hilfreich sein, die Pumpe zuerst in einem niedrigeren Saugmodus zu starten, um deine Brustwarze nicht zu überlasten. Du kannst die Intensität später steigern, wenn du merkst, dass der Milchspendereflex gut ausgelöst wird.

Häufigkeit ist der Schlüssel

Es gibt keine klare Regel, wie oft eine Frau abpumpen sollte. Es kommt darauf an, weshalb genau du abpumpen musst. Du könntest beispielsweise nach jeder Stillmahlzeit noch einmal abpumpen. Falls die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten länger als 2 Stunden sind, kannst du auch zwischen zwei Stillmahlzeiten abpumpen. Wichtig ist es, für 5-7 Tage dabei zu bleiben, um einen positiven Effekt auf die Milchmenge zu sehen (wobei viele Frauen auch schon nach 2-3 Tagen merken, dass die Milchmenge zunimmt).

Power-Pumping als Möglichkeit

Wenn du deine Milchmenge deutlich steigern möchtest und dafür auch Zeit investieren kannst, könnte Power-Pumping eine gute Lösung sein. Power-Pumping bedeutet, dass du deine Brust über einen längeren Zeitraum immer wieder in kurzen Intervallen abpumpst. Zum Beispiel: 20 Minuten abpumpen, 10 Minuten Pause, 10 Minuten abpumpen, 10 Minuten Pause, und noch einmal 10 Minuten abpumpen. Dadurch wird der Milchspendereflex mehrmals hintereinander ausgelöst, was zu einer verstärkten Milchproduktion führen kann. In dem hier verlinkten Artikel erkläre ich dir alles über Power Pumping, was du wissen musst.

Was mich noch interessiert: Hast du zum Rezept für die Milchpumpe eine Info über die richtige Haubengröße bekommen?

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